QH Journal 5/2000
 
»…Trainer Frank Mierwaldt, von dem bekannt ist, dass er sein Training und sein Reiten als Horseman mit einem vorrangigen Verantwortungsgefühl für die Pferde betreibt.«
Cavallo 2/97

»…etwa eine halbe Stunde später marschiere ich kreuz und quer durch die Bahn, dicht gefolgt von meinem Schulpferd Ben. Ohne Halfter, ohne Futter bleibt er mir dicht auf den Fersen. Wenn ich loslaufe, läuft auch er. Was ich auch mache, er folgt mir wie ein Schatten - ein faszinierendes Erlebnis. "Das Pferd muß dich als Herdentier sehen, und zwar als Boß. Du mußt ihm das, was es machen soll, angenehm machen, und das was es nicht tun soll unangenehm", erklärt Frank Mierwaldt.

"Wenn Dein Pferd gelernt hat, daß es sich in Deiner Nähe wohler fühlt, als wenn es sich von Dir entfernt, wird es immer wieder zurückkommen." Als ich mich in der zweiten Stunde auf mein Schulpferd setze, üben Ben, Frank und ich noch kein dressurmäßiges Westernreiten. Stattdessen trainieren wir Wendungen, Anhalten und Rückwärtsrichten. Auf Anweisung meines Lehrers beende ich die Stunde, indem ich zu einem kleinen, orangefarbenen Kasten an der kurzen Seite reite. Ben hatte mehrmals vor dem leise tickenden Stromerzeuger gescheut. "Wenn Du jetzt dort absteigst, wird er den Kasten mit etwas Positivem , nämlich `Feierabend´ verbinden", erklärt Frank Mierwaldt....«
Elbmarsch Post 21.6.06
 

»…Solange sich der Mensch aber wie ein Raubtier aufführt, muss das Fluchttier Pferd auch als solches reagieren, die 'Katastrophe' ist vorprogrammiert. Und da sind es vor allem die Zweibeiner, die gefordert sind zu lernen, ihre Körpersprache kontrolliert einzusetzen. Welches Pferd glaubt einem Reiter in 'Angriffshaltung' schon, dass von ihm keine Gefahr ausgeht? Pferdetrainer Frank Mierwaldt unterrichtet eigentlich Menschen - schließlich reagieren die Vierbeiner immer 'richtig', falsch sind höchstens die Signale, die sie empfangen.«